world2travel.de
  • Madagaskar
  • Bangladesh
  • Auswandern
  • Äthiopien
  • Ägypten
  • Indien
  • Borneo
    • Teil 1: Singapur - Borneo
    • Teil 2: Borneo - Indonesien - Hongkong
  • Iran
    • Reisetipps
  • mehr Länder
    • Italien
    • Polen
    • USA
    • Philippinen Korea
    • Australien
    • Brasilien
    • Taiwan
    • West Balkan
  • über mich
  • Kontakt
  • Impressum
  • Madagaskar
  • Bangladesh
  • Auswandern
  • Äthiopien
  • Ägypten
  • Indien
  • Borneo
    • Teil 1: Singapur - Borneo
    • Teil 2: Borneo - Indonesien - Hongkong
  • Iran
    • Reisetipps
  • mehr Länder
    • Italien
    • Polen
    • USA
    • Philippinen Korea
    • Australien
    • Brasilien
    • Taiwan
    • West Balkan
  • über mich
  • Kontakt
  • Impressum

world2travel.de
Ägypten

Am Ende

13/2/2016

1 Comment

 
Bild
Kairo - Gizeh - Sakkara
Am Ende der Reise fragt man sich was bleibt? Erinnerungen, ein paar Fotos, ein Fläschchen Sand? Und am Ende des Lebens? Was bleibt von uns, was geschieht mit dem, was uns ausgemacht hat? Im alten Ägypten hat man sich dazu etwas hübsch dekadentes ausgedacht: Wer genug Macht und Reichtümer besaß, hat nicht nur seine Kostbarkeiten und Lieblingstiere für den Transfer ins Jenseits mit ins Grab genommen, sondern auch gleich für eine Art Unsterblichkeit gesorgt. Durch das Mumifizieren konnten die Körper außerordentlich haltbar gemacht werden und Grabstätten in Form von gigantischen Pyramiden verhindern bis heute das Vergessen der Dahingeschiedenen. Obwohl deren Ableben schon über 4000 Jahre zurückliegt. Alle Achtung.
Im Lonely Planet steht, man soll sich an den Pyramiden von Gizeh auf den ganz großen Touristenrummel gefasst machen. Es gibt Überlebenstipps, wie man die Horden von Kamelrittanbietern erfolgreich abwimmelt und wann welche Tickets ausverkauft sein werden. Als ich um 8:30 Uhr durch den Eingang laufe, bin ich mir erst nicht sicher, ob ich überhaupt richtig bin. Abgesehen von ein paar Polizisten bin ich der einzige, der zwischen Sphinx und Pyramiden umherläuft. Es dauert noch eine ganze Weile, bis ich ein paar andere einzelne arabische und asiatische Touristen sehe. Einen Kamel- oder Pferderitt bekomme ich nicht angeboten. Kein Tourbus, keine Reisegruppe, keine Souvenirverkäufer. Ich stehe ganz alleine zwischen den Pyramiden, dem letzten noch existierenden Weltwunder der Antike. Ich laufe etwas in die Sahara hinein um mit Abstand auf das einsame Weltwunder zu schauen. In der Ferne hört man das Rauschen der 15 Millionen Einwohner Metropole Kairo. Was die Menschen die hier vom Tourismus leben jetzt wohl machen. Ich bekomme die Antwort von Adam, der mir dann doch einen Pferderitt verkaufen will. Er hat vier seiner sieben Pferde verkaufen müssen. Zu einem schlechten Preis. Er fürchtet heute gar keinen Ritt verkaufen zu können und geht mit dem Preis so lächerlich weit runter, dass ich ihm am Ende etwas Geld gebe ohne zu reiten. Als ich das Gelände verlasse, sehe ich am anderen Ende doch noch ein paar Tourbusse parken.
Bild
Mit dem Taxi fahre ich ein ganzes Stück bis Sakkara. Hier steht die älteste Pyramide der Welt, die Stufenpyramide. 4600 Jahre hat sie überdauert, doch jetzt ist sie akut vom Einsturz bedroht, weil die Restauration an eine Baufirma übergeben wurde, die keine Erfahrung mit historischen Bauwerken hat und scheinbar alles falsch macht. Archäologen und Historiker sind entsetzt, die Regierung ist sich aber sicher, die richtige Firma beauftragt zu haben und noch steht ja schließlich alles.
Im Inneren der Roten Pyramide steige ich einen beängstigend engen und steilen Schacht hinab bis ich eine große Kammer erreiche. Dann kommt noch eine Kammer und noch eine. In der letzten muffigen Kammer treffe ich Jeff, einen amerikanischen Wissenschaftler, der ganz selig mit einer Lampe die Wände ableuchtet. Ich lasse mich von seiner Begeisterung für die präzise passenden Steinquader anstecken und muss ihm beipflichten: Es muss eine großartige Zivilisation gewesen sein, die es sich leisten konnte so viel Zeit und Energie in verschwenderische Perfektion zu investieren. Immerhin mehrere Tausend Jahre vor dem Mittelalter.

Mein Taxifahrer fragt, ob wir kurz bei einem Polizeiposten auf einen Tee anhalten könnten, das wären seine Freunde. Natürlich machen wir das. Zwischen Maschinengewehren und dem schicken Polizeiquad sitzen wir unter einem Holzdach, dass etwas Schatten in der Wüste spendet und trinken Zuckerschocktee. Polizei- und Militäranlagen zu fotografieren ist streng verboten aber ein Selfie mit den Polizisten ist drin.
Bild
Im Al Azhar Park lasse ich meinen letzten Tag in Kairo ausklingen. Familien sitzen im Grünen und picknicken. Im Seerestaurant sitzen herausgeputzte Pärchen und feiern den Valentinstag vor, der hier eine ganz große Sache zu sein scheint. Überall gibt es übergroße pinke Liebesbären zu kaufen. Ich lege mich ins Gras und schaue zu, wie die Sonne langsam und dramatisch über den Minaretten Kairos untergeht. Ein schönes Land.
1 Comment
Massage Parlor Georgia link
10/3/2021 05:05:16

This is aawesome

Reply



Leave a Reply.