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Ich ziehe nach Teheran

Zarahs Paradies

19/8/2016

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Die Metrofahrt ganz in den Süden dauert eine Stunde. Ich sitze mitten in einer Gruppe junger Soldaten. Verkäufer laufen durch die Wagen und preisen ihre Waren an. Man kann alles kaufen. Selfiesticks, Socken, Taschenlampen, Fitnessarmbänder, Süßigkeiten oder Puppen. Ein Junge kommt vorbei, er verkauft Wasserpistolen. Er richtet seine Spielzeugwaffe auf einen Soldaten und drückt ab. Ein paar Tropfen landen auf der Uniform. Einer der Soldaten greift den Jungen am Arm, ein anderer schenkt ihm einen Kaugummi.
Der Heilige Schrein des Imam Khomeini ist die letzte Ruhestätte des Gründers der Islamischen Republik Ayatollah Khomeini. Als er 1989 starb kam es bei seiner Bestattung zu Tumulten und Chaos. 10 Millionen Menschen kamen zur Beisetzung nach Teheran (Das sind drei mal so viele Menschen wie in Berlin leben!). Der trauernde Mob schaffte es den Sarg mit Khomeini an sich zu reißen und zu öffnen. Das Militär feuerte Warnschüsse in die Luft, aber es war zu spät. Als die Leiche Khomeini aus dem Sarg fiel, wurden Stücke seines Leichentuches zerrissen und als Reliquien entwendet. Im Gedränge kamen 10 Menschen ums Leben und einige Tausend wurden verletzt. ​
Neben dem Heiligen Schrein ist der größte Friedhof Teherans. Im Märtyrer Bereich stehen Glaskästen mit Bildern von jungen und sehr jungen Männern. Es sind die Soldaten die nicht mehr aus dem ersten Golfkrieg (Iran-Irak Krieg 1980-88) heim kehrten. Es sind über 200.000 Glaskästen. Am Ende des Krieges wurden Kinder und Jugendliche auf die Minenfelder geschickt. Man hängte ihnen einen vergoldeten Plastikschüssel um den Hals und sagte ihnen, dass sie damit ins Paradies kommen würden, sollten sie das Glück haben als Märtyrer zu sterben. 
Der Friedhof trägt den Namen "Zahras Paradies".
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