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Borneo

Ticket unter der Hand

25/8/2015

2 Kommentare

 
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Mt. Bromo - Probolinggo - Surabaya, Java - Kuta, Bali (Indonesien) 
Auch für den nächsten Vulkan müssen wir früh raus. Um 3:00 Uhr morgens treffen wir uns mit Gitty aus Amsterdam und Selma aus Mexico City. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg, um vom Kraterrand aus den Sonnenaufgang zu sehen. Patricks Schuhe, Selmas Kondition und meine Taschenlampe sind nicht so sehr geeignet für den steilen Weg in dunkler Nacht. Wir schaffen es trotzdem rechtzeitig, sehen zuerst einen Silberstreif am Horizont, dann die ersten Umrisse weiter entfernter Vulkane. Ich rette zwischendurch einer Französin den Tag, die verzweifelt mit ihrem Smartphone in die Nacht blitzt. Ich schalten ihren Blitz ab und bastel ein Stativ aus einem Pappbecher. Dann erscheint die ganze Vulkanszene vor uns. Erst in grau, dann in farbig. Der Ausblick ist fast zu schön, um wahr zu sein. 
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Später steigen wir auch noch auf den eigentlichen Mount Bromo Krater und bekommen eine kleine Dosis Schwefeldämpfe ab. Viel aufdringlicher ist aber der Aschestaub, der beim Laufen aufgewirbelt wird. Das schwarze Pulver dringt sogar durch Schuhe und Socken und am Abend sind meine Füße rabenschwarz. 
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Billigflug Airlines und die Verbreitung von Smartphones haben die Art des Reisens sehr verändert. Musste man früher tagelang an Bord von muffigen Bussen durch Südostasien reisen, ist es heute oft nur eine Sache von ein paar Minuten, um den nächsten Billigflug mit dem Handy zu finden und zu buchen. Ich möchte für die Rückreise nach Bali ungern 14 Stunden im Bus und auf der Fähre verbringen und habe schon den passenden Alternativflug gefunden. Leider ist das Internet in der Vulkangegend nur eine wacklige und instabile Verbindung zur Außenwelt und ich kann den Bezahlvorgang für das Ticket einfach nicht abschließen. Mir bleibt nichts anderes übrig, als einfach ohne Ticket am Airport aufzukreuzen. In Probolinggo verabschiede ich mich von Patrick, Gitty und Selma und setze mich in den Zug nach Surabaya, dort ist der nächste Flughafen. Am Flughafen gibt es wieder ordentliches Internet und ich versuche erneut zu buchen. Obwohl es mehr als einen Flug pro Stunde nach Bali gibt, sind alle Flüge für heute ausgebucht. Der Flughafen der drittgrößten Stadt Indonesiens ist gut ausgebaut und eine Nacht im Flughafenhotel würde nicht die Welt kosten. Ich will meinen Plan, heute noch nach Bali zu kommen, aber noch nicht ganz aufgeben und frage einen Flughafenpolizisten, ob es vielleicht noch einen Weg gibt, unter der Hand an eine Ticket für den Flug um 19:30 Uhr zu kommen. Der Beamte fragt kurz, ob ich Bargeld dabei hätte und dann wird er sehr aktiv. Ich bekomme einen zweiten Beamten zur Seite gestellt, der mir sofort strahlend alles über sein Liebesleben erzählt. Als Beamter Nummer 1 wieder zurückkommt, strahlt er auch: "Yes Sir, possible!" Das Ticket soll statt 24,- € im Internet, 37 ,- € kosten, dafür würde mir der Polizist aber auch behilflich sein, meinen Koffer an Bord zu bringen, ohne den Aufpreis dafür zahlen zu müssen. Nun strahle ich auch und hoffe nur, dass niemand anderes wegen mir seinen Flug heute nicht antreten kann. Auf dem Boarding Pass heiße ich zwar "Claassen Claassen", ganz ohne Vornamen und den Koffer bei der grinsenden Dame von Lost and Found abzugeben, fühlt sich irgendwie riskant an, aber als Sicherheit habe ich ja ein Foto von den zwei Ticket-Polizisten. Gestern hat mir noch jemand erzählt, dass Lion Air Indonesia auf der Schwarzen Liste der EU steht. Im Vorbeilaufen schaue ich mir die Boing 737-900 ER ein wenig an. Sie sieht sehr neu aus und es sind alle nötigen Flügel dran. Mit einer Stunde Verspätung heben wir ab. Noch beim Beschleunigen auf der Startbahn lehne ich mich zurück und schließe die Augen, schrecke aber sofort wieder hoch, als es kräftig rummst. Für einen Moment versuche ich beunruhigt zu analysieren, was so ein aufschlagähnliches Gefühl beim Start verursacht haben könnte. Die anderen Fluggäste bleiben gelassen und mir wird langsam klar, dass wir soeben in Bali gelandet sind. Es waren wirklich viel zu kurze Nächte in den letzten Tagen. Moped ins Kapselhotel, Licht aus, Ende. 
2 Kommentare
Schwung von Basssteigenkiste link
26/8/2015 06:01:45

>Lieber Johannes!
Was für unglaublich schöne und gut geschossene Bilder und Motive, wir sind jedes Mal baff.
Wir freuen und, dass Du wohl auf bist und weiterhin Freude am Reisen hast.
Ach wird das schön, wenn wir uns wieder sehen, dann hast Du viel zu erzählen und wir... auch ;)

ähhm, wann bist Du wieder da?

Antwort
Johannes
26/8/2015 06:14:41

Hey ihr Kistenschwinger,
vielen Dank für die Blumen :-). Ich bin ab 14.09. wieder so richtig in Ulm. Freu mich auch schon sehr auf euch!
Bis bald

Antwort



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