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Philippinen - Korea

Bitte die Särge nicht öffnen

6/3/2014

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Die Bestattungsgeschmäcker sind verschieden. In der abgelegenen Gegend um Sagada wurde nicht so gründlich christianisiert, so dass immer noch viele dem animistischen Glauben anhängen. Demnach ist es für die Wiedergeburt äußerst wichtig nicht in oder auf der Erde bestattet zu werden. Oben ist gut, weiter oben ist besser. In den Felsen um Sagada hängen überall Särge an den senkrechten Felswänden, dass man sich nur wundern kann, wie um alles in der Welt die da hin gekommen sind. Einige sind sehr alt, manche sind ganz neu. Wer verstirbt, muss für die aufwendige Zwischenlagerung (bis zur Wiedergeburt) 20 Schweine und mindestens 60 Hühner für das Dorf spenden. Dann helfen auch alle mit. 
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Höhlen sind immer gut, aber die Sumaging Höhle ist mehr als das. Die unterirdischen Gänge sind in keiner Weise für Besucher hergerichtet worden. Es gibt keinen Weg, kein Licht, nur an einer Stelle ein Seil zum Abseilen. Wir brauchen also einen Führer, der uns mit einer Gaslampe den Weg weist. Am Eingang sind massenhaft Särge steil aufgestapelt. Ein kleines Schild bittet: “Die Särge nicht öffnen.” Die Höhle ist natürlich heilig, wovon die vielen Fledermäuse in der ersten großen Halle vermutlich nichts wissen. Es tropft von der Decke, meistens ist es Wasser. “If it’s cold, it’s just water. If it’s warm, well than it’s holy shit,” weiß unser Laternenjunge. Was dann kommt ist so phänomenal, dass es fast ein Geheimnis bleiben sollte. Es geht immer tiefer hinein in den Berg. Zuerst gemächlich, dann steil, dann senkrecht. Nach ungefähr einer halben Stunde geht es nur noch barfuß weiter. Wir waten durch knietiefes Wasser und klettern kleine Wasserfälle herunter. Die weißen Kalksteine sind wahnsinnig rutschig, die brauen Tuffsteine haben dagegen so tollen Grip, dann man barfuß fast senkrecht die Wände hochlaufen kann. Eine Wand müssen wir uns abseilen, an anderen senkrechten Stellen zeigt uns unser Guide, wie wir da tatsächlich runter und wieder rauf kommen. Einmal verklemmt er sich im Spagat zwischen Abgrund und Decke, um dann mit seinem Arm den Hilfskran für uns zu spielen. Es ist ganz gut, dass man nicht so genau sehen kann, wie es unter einem weiter geht. Auf dem Rückweg laufen wir das letzte Stück ganz alleine durch die dunkle Höhle. Nur ein winziger Lichtschein fällt vom Eingang herein. Wir fühlen uns wie Tom Sawyer. Und Indianer Jones. Und Chuck Norris. Mindestens. 
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